Warum energetische Sanierung statt Neubau?
- Iveta Kohli
- 18. Nov. 2024
- 3 Min. Lesezeit

Die energetische Sanierung von Altbauten hat viele Vorteile:
Nachhaltigkeit: Durch Sanierung können Ressourcen geschont und CO₂-Emissionen gesenkt werden. Ein Neubau benötigt oft viele Ressourcen und hat eine höhere Umweltbelastung durch den Abbruch des alten Gebäudes und den Materialverbrauch.
Kostenersparnis: Auch wenn eine Sanierung zunächst Investitionen erfordert, amortisieren sich die Kosten meist schnell durch die deutlich gesunkenen Energiekosten. Ein Neubau ist in der Regel teurer.
Wertsteigerung: Durch eine gut geplante Sanierung steigt der Wert Ihres Hauses auf dem Immobilienmarkt, was für Eigentümer, die später verkaufen oder vermieten möchten, von Vorteil ist.
Erhalt von Charakter und Geschichte: Altbauten haben oft einzigartige Architektur und Charakter, die bei einem Neubau verloren gehen würden. Sanierungen ermöglichen es, den Charme des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig modernste Energietechnik zu integrieren.
2. Wichtige Maßnahmen zur energetischen Sanierung
Je nach Zustand des Gebäudes und den individuellen Zielen gibt es verschiedene Ansätze, die Energieeffizienz Ihres Altbaus zu verbessern.
Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
2.1 Dämmung von Dach, Wänden und Böden
Ein entscheidender Faktor bei der Sanierung ist die Wärmedämmung. Viele Altbauten haben unzureichende Dämmung, wodurch Wärme ungenutzt entweicht und die Heizkosten steigen.
Dach- und Geschossdeckendämmung: Wärme steigt nach oben, daher ist eine effiziente Dachdämmung besonders wichtig. Sie können das Dach von innen oder außen dämmen. Eine Außendämmung sorgt für eine besonders gute Energieeinsparung, da keine Wärmebrücken entstehen.
Fassadendämmung: Auch die Fassade spielt eine entscheidende Rolle. Hier gibt es verschiedene Dämmmethoden, wie beispielsweise die Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) oder die Innendämmung. Die Fassadendämmung verringert die Wärmeverluste erheblich.
Boden- und Kellerdämmung: Unzureichend gedämmte Böden und Keller können zu hohen Wärmeverlusten führen. Eine Dämmung des Kellerbodens kann gerade bei älteren Häusern eine lohnenswerte Maßnahme sein.
2.2 Neue Fenster und Türen
Altbaufenster sind oft nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik und haben eine geringe Wärmedämmung. Der Austausch von Fenstern und Türen ist daher eine der ersten Maßnahmen, die bei der Sanierung empfohlen wird. Moderne Fenster mit 3-fach-Verglasung verbessern die Isolierung erheblich und reduzieren die Heizkosten spürbar.
2.3 Heizungssysteme modernisieren
Viele Altbauten verfügen noch über veraltete Heizsysteme, die viel Energie verschwenden. Der Austausch der alten Heizungsanlage gegen eine moderne, energieeffiziente Variante lohnt sich.
Wärmepumpen: Eine Wärmepumpe nutzt die in der Umgebung (Luft, Wasser oder Erde) gespeicherte Wärme und ist besonders effizient. In Verbindung mit einer gut isolierten Gebäudehülle kann eine Wärmepumpe eine sehr kostengünstige Heizlösung sein.
Pelletheizungen: Pelletheizungen sind eine gute Alternative zu fossilen Brennstoffen und tragen zu einer CO₂-neutralen Wärmeversorgung bei.
Solaranlagen: Solaranlagen auf dem Dach können einen Teil des Strombedarfs für die Heizungsanlage und die Warmwasserbereitung decken und so die Energiekosten weiter senken.
2.4 Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
In modernen und gut gedämmten Häusern ist eine ausreichende Belüftung besonders wichtig, um Schimmelbildung zu vermeiden und die Luftqualität zu verbessern. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt dafür, dass die Luft in den Wohnräumen immer frisch bleibt, während gleichzeitig die Wärme aus der Abluft genutzt wird, um die Zuluft vorzuheizen.
2.5 Nachhaltige Baustoffe und Techniken
Die Wahl der richtigen Baustoffe spielt ebenfalls eine Rolle für die energetische Sanierung. Nachhaltige Baustoffe wie Holz, Lehm oder recycelte Materialien verbessern nicht nur die Energieeffizienz, sondern tragen auch zur Reduktion der CO₂-Emissionen bei. Der Einsatz von innovativen Techniken wie Passivhaus-Fenstern oder intelligenter Steuerungstechnik für Heizung und Lüftungssysteme kann die Energieeffizienz zusätzlich steigern.
3. Fördermittel und finanzielle Unterstützung
Die energetische Sanierung von Altbauten kann mit hohen Kosten verbunden sein. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen, die Hausbesitzern bei der Finanzierung helfen können. In Deutschland bieten sowohl Bund als auch Länder verschiedene Zuschüsse und zinsgünstige Kredite an.
KfW-Förderprogramme: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet umfangreiche Förderungen für energieeffiziente Sanierungen. Dies umfasst sowohl Zuschüsse als auch zinsgünstige Kredite, die speziell für die Verbesserung der Energieeffizienz gedacht sind.
BAFA-Programme: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt unter anderem den Austausch von Heizungsanlagen oder die Installation von Solaranlagen.
Steuerliche Vorteile: In einigen Fällen können die Kosten für energetische Sanierungen steuerlich abgesetzt werden. Es lohnt sich, dies mit einem Steuerberater zu klären.
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